Projekttag gegen antimuslimischen Rassismus „Über den Tellerrand …“

Projekttag gegen antimuslimischen Rassismus „Über den Tellerrand …“

Am 16.02.2016 fand an der Schule am Römerkastell Dillingen, in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk für Demokratie und Courage, ein Projekttag gegen antimuslimischen Rassismus: „Über den Tellerrand…“ für die Jahrgangsstufe 9 (Ethik- und Religionsklassen) statt. Als Erstes wurde das Thema „Kultur“ behandelt. Kultur wird von Menschen in einer Gemeinschaft geschaffen. Mit Kultur lassen sich bestimmte Dinge wie Essen, Kleidungsstil und Umgang verbinden. Danach rückten die vorherrschenden Vorurteile gegenüber dem Islam in den Mittelpunkt der Veranstaltung. Muslime werden oft „schräg“ angesehen, weil beispielsweise die Frauen Kopftücher tragen bzw. weil sie in der Moschee andere Regeln als in der christlichen Kirche haben. Ein weiteres Vorurteil ist, dass sämtliche Muslime direkt mit Terrorismus in Verbindung gebracht werden. Es kommt leider immer mehr vor, dass in Deutschland Menschen mit dunkler Hautfarbe oder Menschen mit „südländischem Aussehen“ – im Alltag (im Bus, im Zug oder an weiteren Plätzen) – von anderen Personen direkt als Bedrohung betrachtet werden. Nach dem Motto: „Er sieht südländisch aus und trägt einen Bart, dann ist er ja bestimmt ein Terrorist…“. Die Menschen mit diesen Vorurteilen beschuldigen damit eine gesamte Religion, somit alle Menschen dieser Religion bzw. die Menschen mit diesem Aussehen. Das ist absolut diskriminierend und zutiefst rassistisch. Dies verletzt zudem die Würde des Menschen. Die Muslime sehen sich weiterhin mit dem Vorurteil konfrontiert, sie seien nur dazu befähigt, unterqualifizierte Tätigkeiten auszuüben. Es kommt nicht selten vor, dass sich andere Menschen über ihre guten Noten, über ihre höhere Schulausbildung bzw. darüber wundern, dass sie studieren. All dies wurde in einem Dokumentarfilm gut veranschaulicht. Die Menschen, die diese Vorurteile in die Welt setzen, denken nicht daran, wie es der einzelnen Person gehen könnte, sobald sie dies hört. Wenn man sich in deren Lage versetzen würde, dann würde man merken, dass diese abfälligen Äußerungen ordentlich wehtun können. Leider erfahren in Deutschland Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft und ihrer Religion Benachteiligungen bzw. Diskriminierungen in verschiedenen Bereichen. Das Projekt des Netzwerkes für Demokratie und Courage ist bei uns Schülerinnen und Schülern sehr gut angekommen, da es zum Nachdenken anregt und zum Abbau von Vorurteilen beitragen kann. Dadurch lässt sich ein Zeichen gegen Rassismus bzw. für Vielfalt setzen.

(Text von Emma Ebel, Kl. 9a)

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 und die Referenten vom NDC: Sabine Ricken und Michel Schütz

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 und die Referenten vom NDC: Sabine Ricken und Michel Schütz